Hier geht's zum Film aus der Aral Wissensvideothek „Ottokraftstoffe“
Der heutige Ottokraftstoff ist ein hochkomplexes Hightechprodukt. Er ist ja auch das Ergebnis von über 100 Jahren Kraftstoffforschung. Die Weiterentwicklung der Kraftstoffe wird durch die Anforderungen des Klimaschutzes geprägt. Die Gebote der Nachhaltigkeit und der Reduzierung von CO2-Emissionen gelten auch für den Verkehrssektor. Die Steigerung der Effizienz von Kraftfahrzeugen und Kraftstoffen sowie die Entwicklung neuer Antriebskonzepte stehen ganz oben auf der Tagesordnung. Große Hoffnungen werden dabei auf die Elektromobilität gesetzt, die ein hohes Potenzial besitzt. Die Bundesregierung will, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs ist; im Jahr 2030 sollen es sogar 5 Millionen sein. Trotzdem werden hier die Bäume nicht so schnell in den Himmel wachsen. Der klassische Verbrennungsmotor wird uns noch lange erhalten bleiben, gerade dort, wo Elektrofahrzeuge noch nicht so große Chancen haben: Im überregionalen Straßenverkehr und bei den Lkws.
Otto- und Dieselkraftstoff werden also noch lange Zeit gebraucht. Zur Erhöhung ihrer CO2-Effizienz stehen auf absehbare Zeit nur Biokraftstoffe als Beimischungskomponenten zur Verfügung. Mit Ethanol und Biodiesel wurden die ersten Schritte schon vor einigen Jahren unternommen. Jetzt geht es um die nächste Stufe der Entwicklung. Der Aral Mutterkonzern BP setzt vor allem auf Zuckerrohr-Ethanol aus Brasilien, auf Butanol und mittel- und langfristig auf Ethanol aus Lignocellulose. Im Dieselbereich favorisieren BP/Aral als nächste Stufe die Hydrierung von Pflanzenölen.
Dabei werden in einem raffinerietechnischen Verfahren z. B. Palm-, Soja- oder Rapsöle zu einem hochwertigen Kraftstoff weiterverarbeitet, dessen Klimaschutz-Bilanz und technische Qualität wesentlich höher ist als bei herkömmlichem Biodiesel. Die Autohersteller begrüßen und unterstützen die Entwicklung von hydrierten Pflanzenölen ausdrücklich.
In jedem Fall kommt der Erforschung neuer Biokraftstoffe zentrale Bedeutung zu. BP hat zusammen mit der Berkeley University und der University of Illinois ein eigenes Energy Biosciences Institute (EBI) gegründet, für das BP insgesamt 500 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellt. Die Schlüsselbereiche, in denen die Wissenschaftler des EBI forschen, sind:
• Entwicklung neuer Biokraftstoff-Komponenten und die Verbesserung der heute bereits dem Kraftstoff beigemischten Komponenten.
• Einsatz moderner Biotechnologien zur Entwicklung von Pflanzensorten mit einer höheren Energieausbeute – sie sollen auch auf Flächen wachsen, auf denen keine Nutzpflanzen für die Nahrungsmittelproduktion angebaut werden können.
Außerdem untersuchen die Forscher, welche Auswirkungen der Einsatz und der Anbau neuer Formen erneuerbarer Energie auf Umwelt und Menschen haben können.
Aber nicht nur die Kraftstoffentwicklung läuft auf Hochtouren. Auf den Roadmaps der Entwickler befinden sich zahlreiche Trends zur Motorenentwicklung. Dabei stehen neben dem Fun2Drive vor allem Fahrzeugleistung und -verbrauch im Vordergrund. Auch die Eigenschaften der Autos selbst sollen verbessert werden: Dauerhaltbarkeit, Gewichtsreduzierung und Reibungsminderung heißt die Devise.
Bildquelle: © Aral AG
Gast :
Für die Bio Kraftstoffe sollten aber keine Wälder abgeholzt werden. Elektroautos machen nur Sinn, wenn sie mit einem hohen Anteil an Ökostrom geladen werden.
Hier ist eine interessante Elektroauto Studie von McKinsey
http://www.focus.de/auto/news/studie-autos-mit-elektromotor-gewinnen-in-...
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