Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war fast die Hälfte der Tankstellen in Deutschland zerstört. Kraftstoff blieb zunächst ein rares Gut, das vom Zentralbüro für Mineralöl, der Bewirtschaftungsstelle, vertrieben wurde. Am 1. April 1951 hatte die Zwangsbewirtschaftung schließlich ein Ende, der freie Markt kehrte zurück und die Konzerne nahmen den Ausbau ihrer Tankstellennetze wieder auf. Wirtschaftswunder und Massenmotorisierung brachten die nötige Kundschaft an die Zapfsäulen.
Während Tankstellen bis Anfang der 50er-Jahre häufig den Charakter einer einfachen Zapfstelle hatten, an denen oft nur eine einzelne Säule auf dem Bürgersteig vor einem Geschäft stand, konzentrierten sich die Konzerne nun auf die Entwicklung günstig zu bauender Tankstellenmodelle. Aus alten Filmen ist das ausufernde Heckflossen-Design der Tankstellen in den späten 1950er-Jahren zwar sehr bekannt, tatsächlich war es in Deutschland aber eher selten zu finden. In Sachen Zapfsäulen wurden amerikanische Einflüsse dafür umso deutlicher, da diese in Lizenz amerikanischer Unternehmen produziert wurden und die Vorkriegssäulen schnell ablösten.
Heutzutage ist der Tankstellen-Look je nach Konzern recht einheitlich und hat deshalb einen hohen Wiedererkennungswert. Vielfältig ist dafür das neue Serviceangebot: Mini-Supermärkte, Waschstationen, kleine Bistros oder zumindest doch der Coffee-to-Go gehören längst dazu.
In der Bildergalerie findet ihr viele Fotos historischer umd moderner Tankstellen.
Bildquelle: © Aral AG
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